Japangarten
Hier einige Bilder vom großzügig aber liebevoll angelegten Japangarten in Klein Flottbek Hansestadt Hamburg:
Kommentar zur Anlage von Kiesbeeten in Mitteleuropa:
Die Verwüstung zentraleuropäischer Gärten ist zur Zeit wieder schwer auf dem Vormarsch.
Geröllhalden, Steinhaufen mit Kiesgruben- Flair angelehnt an traditionelle Zengärten sind wohl zur Zeit schwer in Mode.
Der Biologe bezeichnet solche Landschaften als Steinwüsten.
Naja - für meinen Geschmack immer noch besser als lediglich zubetoniert auch wenn der farbliche Unterschied und der ökologische Nutzen in Richtung Nachhaltigkeit nach 0 tendiert.
In unseren Breiten, in denen die Niederschlagsmengen höher sind als die Verdunstungsmengen holt sich die beruhigende Farbe Grün ihre Domäne sowieso binnen weniger Jahre wieder zurück.
Erst wachsen Algen auf den Steinen - dann kommen die Moose und später auf dem verrotteten Bambuslaub wächst dann das sprichwörtliche Grass drüber.
Man kann natürlich auch oder besser gesagt unnatürlich einen Gärtner oder einen Rentner anstellen der nichts besseres zu tun hat und eigenhändig und einzeln die Kiesel poliert - und genau hierin liegt das eigentliche meditative Moment und der Bezug zum Zen.
Da das aber der westliche Geschäftsmann/Frau, der/die von der Doktrin " Zeit ist Geld " beherrscht wird sowie so nicht kapiert, wird das Kiesbett/Kiesbeet unter dem Einsatz von Unmengen an Primärenergie mit dem Heißluftgebläse oder dem Flammenwerfer oder auch mit dem Einsatz von Chemikalien alljährlich steril gehalten.
Schöne neue Welt!