vivax
Der Vivax unter den Phyllostachys- Bambus ist die Musa Sikkimensis unter den Bananen - eine echte Diva.
Wenn man ihnen Bedingungen beschert, welche Ihnen genehm sind, dann laufen sie zu Höchstform auf und lassen andere im Wachstum hinter sich.
Aber wehe irgendwas und da reicht oft schon eine Kleinigkeit, passt ihnen nicht, dann kränkeln sie vor sich hin.
Ich habe mittlerweile reichlich viele Gärten gesehen, in denen der Vivax seit vielen Jahren armseelig aussieht und nie so richtig in die Füße gekommen ist.
In anderen Gärten widerrum entwickelt er sich einfach nur prachtvoll und Betrachter müssen mit Kaumuskellähmung rechnen.
Es gibt mittlerweile auch in unseren Breiten eine ganze Reihe botanischer Gärten und Privatgärten in welchen diese Art eindrucksvoll ihr Potenzial offenbart.
Überschattet werden die euphorischen Eindrücke nur von der Wind- und Schneebruch- Empfindlichkeit, bedingt durch die geringe Wandstärke der Halme.
Besonders beliebt ist die Varietät mit den gelben Halmen Viax 'aureocaulis'.
Ein wahrhaft leuchtendes Beispiel hierfür ist der europaweit bekannte Hain aus dem Schaugarten in Süd Holland von Jos van der Palen hier im Bild vom Juli 2006.![]()
Das Besondere hierbei ist, dass dieser Hain schätzungsweise deutlich weniger als 30 Quadratmeter Grundfläche hat und es trotzdem geschafft hat Halme von mehr als 10 m Höhe und 70 Millimeter Durchmesser hervorzubringen.
Der Hain in unserem Garten hat leider noch keine vorzeigbaren Maße - wird aber vielleicht in einigen Jahren auch im Artland etwas beeindrucken können.
Das Bild unten zeigt den im August 2006 frisch gepflanzten Viax 'aureocaulis'
Die Entwicklung in einem Zeitraum von nur zwei Vegetationsperioden lässt das Potenzial schon deutlich erahnen.
Hier sollte eigentlich ein Bild vom Zustand im Herbst 2008 stehen, leider gibt es da keines aus dieser Position. Auf diesem Bild vom März 2009 sind auch zum Teil noch die etwa 15 Prozent vertrockneten Blätter als Winter Schaden zu erkennen.