skip to content
Anmeldung

Einfache Konstruktionen mit Bambusrohr

Einfache Konstruktionen mit Bambusrohr

  • Beim Bauen mit Bambus sind gegenüber dem Bauen mit Holz im Allgemeinen eine Reihe von Besonderheiten zu beachten — außer man nutzt sehr dickwandigen oder gleich vollholzigen Bambus, von denen aber in unseren Breiten keiner im Außenbereich gedeiht (außer der dickwandigen "Bashania Fargesii").
  • Auf Grund des Umstandes, dass man es also doch meistens mit dünnwandigen und obendrein noch je nach Länge mit mehr oder weniger konischen Rohren zu tun hat, verbietet sich von vorneherein die quaderförmige spanende Verarbeitung, die sonst bei Holz üblich ist.
  • Die Natur liefert in unserem Falle mehr oder weniger runde Rohre, welche auch gleich direkt als solche verarbeitet werden sollten.
  • Da wir aber Bambusrohre nicht wie Kunststoff- und Metallrohre verschweißen können, besteht das Hauptproblem in der Herstellung von haltbaren Endverbindungen.
  • Die im Folgenden beschriebene Verbindungstechnik beschränkt sich auf einfache Rohrkonstruktionen.
  • Mehrteilige Tragwerke oder Gitter- Tragwerke lassen sich mit diesem Verbindungs- Prinzip nicht ausführen.
  • Die Bambus Rohre werden in der hier aufgeführten Konstruktionsweise lediglich auf Druck und Biegung belastet.
  • Die Zuglasten werden dabei über Stahlseile oder über "Rods" abgefangen.

Abb. 1: Endstück aufgeschnitten

In Abbildung 1 wird ein Längsschnitt durch ein Standard Bambusterminal-Element dargestellt.
Es besteht aus einer konischen Aluminium- oder Edelstahlhülse in Verbindung mit einem Zentraldorn, welcher deutlich über beide Enden der Hülse hinaus ragt.
Der in dieser Darstellung sichtbare Hohlraum, welcher von der Hülse bis zur ersten Nodalmembran entsteht wird dabei mit druckfestem 2- Komponenten Polyurethan-Schaum ausgefüllt und verklebt.

Abb. 2: Endstück

In Abbildung 3 und 4 sieht man wie 2 Endstücke in einen Metallring zusammen gesteckt verbunden sind.
Die Zugentlastung auch gegen Verwindungen der Konstruktion eingesetzten "Rods" werden über angeschweißte Augringe über den Konushülsen selbsttätig (durch die Schwerkraft innerhalb der Konstruktion) fixiert.

Abb.3: Eckverbindung

Abb.4: Eckverbindung Detail

Abb.4: Eckverbindung Detail

In Abbildung 5 ist ein Modell eines einfachen Zeltpavillons, gebaut aus nur 6 Bambusstangen zu sehen. Zwei der drei Seiten müssen dabei jeweils zweifach diagonal abgespannt werden.

Abb. 5: Bambuspavillion

Abbildungs 6: Die statische Konstruktion des Zeltpavillons ist beendet nach dem die drei Zeltdachrohre in den Ring eingeführt sind

Abb.6: Topverbindung Detail

Abbildung 7: Zelttop von oben

Abbildung 7: Zelttop von oben

Abbildung 8: Zeltdach von unten

Abbildung 8: Zeltdach von unten