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Dünger

Organischer Dünger

Mulchen

Alles was der Garten hervorbringt ist für den Menschen und für die Kleintiere (auch schon mal Großtiere wie Hirsch, Wildschwein oder ein bedauernswerter Bruno, wenn der Garten nicht eingefriedet ist) die darin leben nützlich.

Das bedeutet, dass es in ihm keinen so genannten Abfall gibt, der dem System entnommen wird, sondern dass alles biologische Material wieder in den Kreislauf zurück geführt wird.

In letzter Konsequenz heißt das, das auch die ganz (Stoffwechsel-)Produkte der Menschen die in ihm leben nicht mehr einfach schnell und unterirdisch weg gespült werden, sondern in einer Kompost- Toilette landen könnten.
Technisch richtig ausgeführt gibt es auch keine unangenehme Geruchsentwicklung aber dafür jede Menge Vorteile:

  • Das Dünger Problem im Garten wird entschärft - Kunstdünger hat eine sehr ungünstige Öko/Energiebilanz und weil so schwer dosierbar, wird häufig viel davon ungenutzt ins Grundwasser ausgespült und belastet dieses unnötig.
  • Naturdünger muss nicht erst umständlich herbeigeschafft werden.
  • Klärwerke werden entlastet.
  • Kostbares Trinkwasser, was sonst zur Spülung verwendet worden wäre, sofern kein eigenes Brunnenwasser oder gesammeltes Regenwasser zur Verfügung steht, wird eingespart.
  • Wenn die Benutzer dieses neuartig unkoventionellen stillen Örtchens sich auch noch salzarm und vegetarisch und ohne Medikamente (Antibiotika) ernähren, dann ist der resultierende Kompost auch noch recht hochwertig.

Immer aber sehr begrenzt verfügbar: Pipi (Urin)

Durch den Gehalt an Stickstoffverbindungen (beim Menschen und bei Säugetieren v.a. Harnstoff, Harnsäure und Kreatinin), Phosphaten sowie Kalium- und Calciumsalzen u. a. m. kann Urin als Lieferant von Pflanzennährstoffen dienen.
Dieser Gehalt ist i. d. R. so hoch, dass Pflanzen durch Begießen mit unverdünntem Urin geschädigt oder sogar zum Absterben gebracht werden können, sie „verbrennen“. Verdünnt, z. B. mit der 8 - 10-fachen Menge Wasser, stellt Urin hingegen einen stark wachstumsfördernden Dünger dar. In Gebieten mit sehr geringen Niederschlägen kann der - je nach Ernährung unterschiedlich hohe - Kochsalzgehalt des Urins allerdings zu einer Versalzung des Bodens führen.

Bestandteile:
Nach den umfangreichen Resorptions- und Rückresorptionsprozessen im Tubulusapparat der Nieren bleibt schließlich der Endharn oder Urin übrig. Er besteht zu 95 Prozent aus Wasser. Darin sind verschiedene Substanzen gelöst:

  • Harnstoff:
    Harnstoff ist ein Endprodukt des Eiweißstoffwechsels. Es wird in der Leber gebildet. Täglich werden etwa 25 Gramm Harnstoff ausgeschieden.
  • Harnsäure:
    Davon wird täglich etwa 1 Gramm ausgeschieden. Harnsäure ist ein Stoffwechselendprodukt der Purine.
  • Kreatinin:
    Kreatinin entsteht als Endprodukt aus dem Muskelstoffwechsel. Auch in fleischhaltiger Nahrung ist Kreatinin enthalten, das ausgeschieden werden muss. Täglich sind das etwa 1,5 Gramm.
  • Salze und Säuren:
    Etwa 10 Gramm an Salzen (organische und anorganische), insbesondere Kochsalz (NaCl) werden täglich ausgeschieden.
    Phosphate und organische Säuren wie Oxalsäure und Zitronensäure werden täglich in unterschiedlichen Mengen ausgeschieden. Das sind durchschnittlich 3 Gramm.