Farn
Farne zählen zu den ältesten Pflanzengruppe, es gibt sie schon über 300 Millionen Jahre, also lange vor den Dinosauriern. Im Laufe der Evolution wurden sie von den Blütenpflanzen verdrängt. Farne vermehren sich über Sporen die sich unter ihren Winterharte Garten Farne Farne und Moose Farnpflanzen TüpfelfarnBlattwedeln bilden und nicht durch Blüten. Sie sind Wald und Sumpfbewohner und lieben da her den Schatten und ein Mindestmass an Feuchtigkeit. Ist die Bodenfeuchtigkeit hoch genug, können einige Arten auch in der Sonne stehen. Farne sind imposante urwüchsige Gewächse mit besonderen Charme. Die in Deutschland wachsende Arten haben unterschiedliche Größen welche von gerade mal 0,25 Meter bis 2 Meter reichen. Einige sind sogar immergrün und zusammen mit Funkien bzw. anderen Schattenpflanzen verwandeln sie so manche unansehnliche Schattenecke in ein echten gärtnerischen Highlight. Der Boden sollte aber vorher mit Kompost (am besten Laubkompost), Torf oder Rindenhumus verbessert werden. Der Standort sollte schattig bis halbschattig sein und feucht gehalten werden. Im Winter immergrüne Exemplare vor der Wintersonne schützen und abgestorbene Farnwedel abschneiden und vor Ort verrotten lassen. Nicht wegräumen, denn sie enthalten viele wertvolle Nährstoffe. Hier ein paar der schönsten Farne:
Hirschzungenfarn:
- ungefiederte bis maximal 0,7 Meter hohe glänzend grüne Wedel, immergrün deshalb vor der Wintersonne schützen, sehr sonnen und Trockenheitsempfindlich
Frauenfarn:
- dreifach gefiederte hellgrüne Wedel, 0,6 bis 1 Meter hoch, bildet trichterförmige dichte Büsche, benötigt feuchte schattige und nährstoffreiche Standorte
Straußenfarn:
- aufrechte 0,8 bis 1,2 Meter hohe Wedel, verträgt etwas Sonne, sehr robust, breitet sich über Ausläufer sehr stark aus und besiedelt so schell große Flächen, lehmig humoser Boden
Königsfarn:
- der größte in unseren Breiten wachsenden Farne bis knapp 2 Meter hoch, hellgrüne aufrechte Wedel deren Stile beim Austrieb leicht rötlich sind, saurer feuchter Boden, Schatten
Schildfarn:
- immergrüner bis 1 Meter hoch werdender Farn, doppelt gefiederte filigrane mattgrüne Wedel, humoser nährstoffreicher Boden, Schatten
Wurmfarn:
- breite doppelt gefiederte 0,5 bis 1 Meter hohe Wedel, sehr robust und anspruchslos, bei feuchten Boden wächst er auch in der Sonne
Trichterfarn:
- trichterförmige Horste die doppelt gefiederten Wedel werden bis 1,2 Meter hoch, schöner Winterschmuck, neigt aber zum Wuchern
Rippenfarn:
- wird nur 0,2 Meter hoch, wächst flach und bildet dichte Horste, möchte hohe Luftfeuchtigkeit und sauren Boden
Pfauenradfarn:
- feuchter und etwas kalkhaltiger humoser Boden, Schattig, hellgrüne Wedel mit schwarzen Stiel, 0,5 Meter hoch, er breitet sich pfauenradartig aus goldgelbe Herbstfärbung
Japanischer Regenbogenfarn:
- graue bis bläuliche Wedel auf roten Stielen, 0,6 Meter hoch, humoser feuchter Boden, halbschattiger bis schattiger Standort
Tüpfelfarn:
- nur 0,2 bis 0,4 Meter hoch, grüne einfach gefiederte Wedel, wintergrün, gedeiht auf alten Baumstämmen und Wurzeln, humoser feuchter Boden
Polypodium vulgare:
- Felsige Abhänge in Flußtälern sind der bevorzugte Standort der Polypodien, wo sie mit meist hängenden Wedeln über die Steine und Felsen wachsen.